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Garstige Umgebungen sind der Rockmusik nicht abträglich, im Gegenteil, ohne Widerwärtigkeiten wäre sie garnicht entstanden. Diese Musik ist für Menschen in Bedrängnis, sie gibt ihm Trost (Blues), Leichtigkeit (Jazz), Angriffslust (Hardrock), Inspiration (Soul) und Einklang mit der Natur(Folk). Garstige Umgebung hat Kim Jong-il durchaus zu bieten, nur ist das Konzept deswegen noch kein durchdachtes. Er meint, wenn er den Rock nach Korea holt, werde das vielleicht die Zustimmung zu seinem Regime verbessern. Wohl eher das seine private Rente steigt :D .Die Medizin indes ist nicht frei von Nebenwirkungen, die er vermutlich nicht bedacht hat: die Bereitschaft, sich unterdrücken zu lassen, nimmt gewaltig ab beim Hören von Rockmusik, vielmehr fördert diese die Bereitschaft, sich auch mit übermächtigen Gegnern anzulegen. Wenn da mal nicht die Folgen ganz andere sind, als die vom Diktator antizipierten. Andererseits hat er sich durchaus etwas gedacht dabei: Blues, Folk, Rock, Jazz sind tote Künste in ihrem Heimatland, den USA, hingestreckt von den nichtrauchenden Hunnen. Ohne den Tabak hätte es diese Musik nie gegeben, oder will jemand ernstlich behaupten, es lohne sich auf ein Wunder zu warten, dass einer dieser Nichtraucher so etwas fertig bringt ? Kim Jong-il scheint zu wissen, dass das Warten nicht lohnt und gewährt der westlichen Kultur Asyl. So weit ist es gekommen. Mir wäre es lieber, wenn das alte Amerika in deutschen Bierkneipen überleben würde, hier hat der Gesetzgeber dankenswerterweise einen letzten Zufluchtsort geschaffen. Wenigstens das ! Haut drauf Jungs, gebt dem Mittelalter Saures ! Zurück zur Moderne !

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